hinter dem Mond links - der Slogan von St. Antönien Tourismus ist bezeichnend, im abgelegenen Seitental findet kein Massentourismus statt. Bereits 1891 wurden 30 bis 40 Gäste in den, im Sommer jeweils leerstehenden, Talwohnungen beherbergt. Heutzutage stehen in Hotels und Gasthäusern, sowie weiteren 20 Ferienwohnungen und -häuser rund 500 Betten zur Verfügung. Nach den Rekordzahlen der frühen 1980er Jahre mit gegen 50'000 Logiernächten pro Jahr hat sich die Zahl auf etwa 30'000 eingependelt. Bekannt ist das Tal unter den Tourenskifahrern, Bergwanderern und Kletterern welche Routen in allen Schwierigkeitsstufen finden. Den Pistenskifahrern steht seit 1974 der Skilift Junker offen.

Die Kalkberge Sulzfluh und Schijenflue, welche die Bergwiesen und Alptriften umrahmen, sind ein herrlicher Anblick. Vielleicht deshalb ist St. Antönien ein Ort der Kraft. Die Geobiologin Blanche Merz hat in ihrem Buch «Orte der Kraft in der Schweiz»* auch das Kalksteinmassiv von St. Antönien erwähnt. Laut ihr haben die steilen Felswände eine sehr grosse energetische Ausstrahlung. 
 
 
Das sogenannte «Dörfji» im Gafiatal ist als Wiege von St. Antönien ein geschichtsträchtiger Ort. Laut alten Chroniken hatten sich die Walser in der Zeit zwischen 1333 bis 1338 hier angesiedelt. Im Lawinenwinter 1720 zerstörte eine Lawine im «Dörfji» einige Häuser und tötete drei Personen. Die Winterwohnungen wurden danach aufgegeben. Heute stehen im «Dörfji» noch drei Ställe und drei Ferienunterkünfte.
Zahlreiche Sagen und Vermutungen ranken sich um den Schlangenstein, einen markanten Felsblock, der durch seine Form und Lage dem Tal eine einzigartige Note verleiht. Eine ältere Frau erzählte einmal, dass der Heilige Antonius seinerzeit dort Schlangen versteckt habe und bei Zwistigkeiten unter den Einwohnern jeweils gedroht habe, sie herauszuholen. In Tat und Wahrheit gibt es in St. Antönien keine
Schlangen. 
 

                                                                      Altes Foto mit Dorfzentrum und altem Hotel Rhätia

Altes Foto vom Dorf Richtung Aschüel.

 

 

 

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